(11. Feber 2009)
„Leben“ ist durch vier essentielle Eigenschaften:
- Selbstreproduktion
- Metabolismus (Stoffwechsel)
- Mutagenität (d.h., ein Agens kann eine Erbgut-Veränderung bewirken)
- Adaptationsfähigkeit (z. B. beim Training)
„Tod“
Kann man entweder als das Gegenteil von „Leben“ ansehen – wenn eines der vier unter „Leben“ genannten Merkmale generell nicht vorhanden ist, kann nicht von „Leben“ gesprochen werden; aber an und für sich auch nicht von „tot“ – denn wer würde einem Stein, der so in der Gegend herumliegt, zugestehen, er wäre tot (oder lebendig) – hier stellt sich die Frage den meisten Menschen gar nicht, obwohl sie sich an und für sich stellen sollte – rein philosophisch betrachtet können „Leben“ und „Tod“ auch vollkommen anders charakterisiert werden. Die Ausführungen würden allerdings den Rahmen dieses Kapitels bei weitem übersteigen. Der „plötzliche Tod im Sport“ tritt meistens dann ein, wenn angeborene, aber nicht bekannte Organschäden vorlagen. In Deutschland beispielsweise sterben laut Statistik die meisten Sportler beim Fußball, gefolgt von Tennis, Radsport und Turnen. Hier ist allerdings nur von „nichttraumatischen“ Todesfällen die Rede. Bei den „traumatischen“ liegt der Motorsport an der Spitze.
„Tod“ ist für die meisten gleichbedeutend mit Ende des Lebens. Das Herz-Kreislauf-System funktioniert nicht mehr, man hört zu atmen auf, der Blick wird starr. Nach einer gewissen zeit wird kein Adenosintriphosphat mehr ausgeschüttet, die Leichenstarre tritt ein. Nun wird es schwer, den leblosen Körper zu bewegen. Die Körpertemperatur sinkt ab, alles „Leben“, alles sich Bewegende, weicht. Doch was passiert nun mit dem einstigen „Lebewesen“? Was geht in ihm vor? Nichts mehr? War´s das? „Gibt es ein Leben nach dem Leben?“ – Zitat aus einer sehr tiefgehenden Ballade von C. S. Kein Lebendiger kann es beantworten – und auch kein Toter. Manchmal, wenn man sich damit beschäftigt, hat man Angst. Doch man weiß nicht, wovor.
„Sport“
„Aus der Sicht der Medizin versteht man unter dem Begriff „Sport“ muskuläre Beanspruchung mit Wettkampfcharakter oder mit dem Ziel einer hervorstechenden persönlichen Leistung.“ (Hollmann, 1967)
Die 5 motorischen Grundeigenschaften:
Ausdauer
Kraft
Koordination
Flexibilität
Schnelligkeit
„Ausdauer“
„Ausdauer ist charakterisiert durch die Fähigkeit, eine gegebene Leistung über einen möglichst langen Zeitraum durchhalten zu können. Somit ist Ausdauer identisch mit Ermüdungs-Widerstandsfähigkeit.“ (Hollmann/Hettinger, Sportmedizin)
„Kraft“
Für das Training ist es wichtig, verschiedene Formen von Krafttraining zu unterscheiden; Maximalkraft (=intramuskuläre Koordination), Hypertrophietraining (=Muskelaufbau) und Kraftausdauer. Die einzelnen Begriffe werden unter den genannten Bezeichnungen näher erklärt.
„Koordination“
Das Abstimmen verschiedener Aktivitäten aufeinander, die Verbesserung des Zusammenspiels, des Zusammenwirkens, das Ordnen unter Berücksichtigung mehrerer Aspekte.
„Flexibilität“
Hierunter versteht man die Dehnungsfähigkeit; wobei man dazu sagen muss, dass jeder Muskel eine genetisch determinierte Länge hat, durch Training (also Stretching in diesem Falle) beispielsweise ein reibungsloseres Sehen-Bänder-Muskelspiel möglich ist; außerdem wird die subjektive Schmerzschwelle nach oben verschoben, was wiederum einen größeren Bewegungsradius ermöglicht.
„Schnelligkeit“
Die Schnelligkeit bei sportlichen Bewegungen ist die Fähigkeit, auf einen Reiz bzw. auf ein Signal schnellstmöglich zu reagieren und Bewegungen, auch gegen Widerstand, mit höchster Geschwindigkeit durchzuführen. Man kann weiters unterscheiden in Aktionsschnelligkeit und Reaktionsschnelligkeit.
„Kondition“
Diese steht im Gegensatz zur Ermüdung, „Kondition“ ist allerdings ein populärer, kein wissenschaftlicher Begriff. Kondition kennzeichnet heute mehr oder weniger die Summe aller leistungsbedingten Faktoren in einer bestimmten Sportart.
„Training“
Mit einer Vielzahl von Rezeptoren und Reglermechanismen überwacht das Leben kontinuierlich und automatisch sich selbst. Wird in irgendeinem Gewebe eine schwache Stelle entdeckt, so werden unverzüglich Maßnahmen zur Stärkung dieser gefährdeten Position eingeleitet. Eine starke muskuläre Ausdauerbeanspruchung führt z. B. zu einem Abbau der Glykogenreserven (=Kohlenhydratspeicher). In der Erholungsphase reagiert der Organismus nicht einfach mit einer Wiederauffüllung der Depots auf den alten Stand, sondern er superkompensiert, d. h., er vergrößert den Depotbestand. Offenbar handelt es sich um einen Schutzmechanismus, der im Falle einer Wiederholung der großen Beanspruchung einer erneuten weitgehenden Depotentblößung vorbeugen soll. Voraussetzung zu diesem Verhalten ist das Überschreiten einer kritischen Reizschwelle. Auf dieser Reaktionsweise des Organismus beruht im Prinzip das gesamte körperliche Training.
Prinzipiell versteht man heute unter „Training“ die Summe aller Maßnahmen, die zur planmäßigen Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen.

